Wer ein Handy hat, braucht keine Spiegelreflexkamera mehr- oder?

Man hört es immer öfter: Je besser die Handykameras werden, desto lauter sind die Rufe, dass sie schon bald die teuren Spiegelreflexkameras ablösen würden. Aber ist das wirklich so? Ein neuer, brandheißer Fall für den Mythenjäger!

Wozu Spiegelreflexkameras?

Die Kameras in unseren Smartphones werden stetig besser. Viele fragen: Wozu braucht man denn extra eine teure Spiegelreflexkamera, wenn doch mein Handy genauso gute Bilder macht? Die Antwort auf die Frage ist vielschichtig.

Der erste Vorteil einer Spiegelreflexkamera ist der Bildsensor. Der Bildsensor ist das Teil in einer Kamera, das letztlich das Bild produziert. Und dieser ist bei Spiegelreflexkameras logischerweise sehr viel größer als in einem Smartphone. Das ist in sofern wichtig, als das mehr Licht aufgenommen werden kann. Bei schlechten Lichtverhältnissen ist dies ein ungemein großer Vorteil gegenüber Smartphones. Während bei Smartphones oft schon bei etwas düsteren Räumen starkes Bildrauschen entsteht, ist das für Spiegelreflexkameras gar kein Problem.

Frau mit Kamera

Manchmal müssen eben teurere Kameras her…

Darüber hinaus lassen sich Spiegelreflexkameras manuell bedienen. So kann der Nutzer Belichtungszeit, Blende und ISO-Wert dem derzeitigen Bild anpassen und so ein optimales Bild ganz ohne Bildbearbeitung erlangen. Über- und Unterbelichtung kann hier gezielt als Kunstmittel eingesetzt werden, um die Wirkung eines Bildes zu verändern.

Auch Zoomen ist mit Spiegelreflexkameras ohne Qualitätsverlust möglich. Die Kameras in Smartphones besitzen dagegen lediglich digitalen Zoom; das Ergebnis sind verpixelte Bilder, welche das schönste Bild zerstören können.

Auch in Sachen Funktionen und Zubehör haben Spiegelreflexkameras noch immer die Nase vorn. Kann man bei Spiegelreflexkameras zum Beispiel einfach andere Objektive für spezielle Motive aufsetzen, so ist das bei Smartphones unmöglich. Weitwinkel-, Makro- oder Tele-Objektive sowie Filter und Stative sind für professionelle Fotografen unerlässlich. Hier kommen wir dann aber auch schon zum Punkt: Für Profis sind diese Dinge unerlässlich.

Für Schnappschüsse, Urlaubsbilder und eBay-Verkäufe reichen Smartphones locker aus. Wer der Fotografie als Hobby oder Profi nachgeht, sollte jedoch zu einer Spiegelreflexkamera greifen.

Kurz kann man sagen: Wo immer die Kameras in unseren Smartphones versagen, kommen die Spiegelreflexkameras ins Spiel. Man könnte die DSLRs also durchaus als Königklasse der Fotografie bezeichnen.

6 Kommentare

  1. katie 15. Januar 2016
    • Henrik Stamm 15. Januar 2016
  2. Atroksia 15. Januar 2016
    • Henrik Stamm 2. Mai 2016
  3. Philipp 29. April 2016
    • Henrik Stamm 2. Mai 2016

Was denkst du darüber?