In 5 Schritten zu kreativeren Fotos

Bilder schießen kann so einfach sein: Zielen und Auslöser drücken. Doch wer aus seinen Bildern ganz besondere Bilder machen will, der muss sich mehr Mühe geben. Hier kommen fünf Tipps für kreativere Bilder.

Perspektiven-Wechsel

Du hast also dein Motiv gefunden, es ist faszinierend schön und du bist drum und dran, es zu fotografieren. Stopp: Überlege dir, wie du gerade stehst. Nicht wirklich einfallsreich, oder? Bilder aus ungewohnten Perspektiven machen Bilder um einiges interessanter.

Probiere doch einfach mal in die Hocke zu gehen oder etwas weiter nach links oder rechts zu gehen. Dadurch verschaffst du deinem Bild eine Besonderheit, denn der Betrachter kennt dieses Motiv eher aus einer anderen Perspektive. Er stellt sich automatisch Fragen wie „Warum hat er das gemacht?“ oder „Von wo wurde das Bild gemacht?“ und beschäftigt sich mit dem Bild, sieht länger hin. Und langes Hinsehen ist das Merkmal interessanter Bilder.

Drittel-Regel

Drittel-Regel

Dieses Bild veranschaulicht die Drittel-Regel.

Die sogenannte Drittel-Regel (oder auch Rule of thirds) ist eine „Fotografen-Regel“, welche interessantere Bilder durch Beachtung des goldenen Schnittes verspricht. Zunächst wird das Bild in drei gleichgroße Teile geteilt (in der Horizontalen und/oder in der Vertikalen) und das Motiv so ausgerichtet, dass es auf einem der Schnittpunkte liegt.

Besonders gut zur Geltung kommt die Drittel-Regel bei Horizonten, Landschaften und Gewässern. Hier kann man zum Beispiel ein drittel Land und zwei Drittel Himmel zeigen (oder umgekehrt). Das Ergebnis dieser Regel ist ein spannenderes Bild.

Rechts siehst du ein Beispiel dieser Regel: Die untere Landschaft nimmt in etwa ein Drittel des Bildes ein, der Himmel in etwa zwei Drittel. Bei vielen Kameras kann man in den Optionen ein Raster mit neun Flächen aktivieren.

Sei schräg

Das Motiv gehört in die Mitte des Bildes, oder? Nicht unbedingt: Manchmal, vor allem bei Makro-Aufnahmen, kann eine zentrale Platzierung des Motives tatsächlich gut wirken. Doch bei anderen Motiven kann es äußerst abwechslungsreich sein, wenn das Hauptmotiv mal am Rand des Bildes ist. Man bricht dadurch bekannte Strukturen und nimmt wieder eine neue Perspektive an- Regel Nummer 1 winkt.

Also: Probiere es einfach mal aus!

 

Geh nah ran

Ein Fehler wird immer wieder beim Fotografieren gemacht: Der Fotograf ist zu weit vom Motiv entfernt. Dann gibt es für den Fotografen zwei Möglichkeiten:

  • Zoomen oder
  • ignorieren

Beide Möglichkeiten können überaus schädlich für ein Bild sein und das noch so gute Bild zerstören. Wer mit digitalen Zoom an das Objektiv herangeht, hat schon verloren. Das Bild wird pixelig und unansehnlich. Andere sind stur und lassen das Bild dann einfach so. Was also sollte man machen?

Ganz einfach: Näher heran gehen! Motive wirken aus der Nähe in der Regel viel besser als aus der Ferne- auch hier gibt es selbstverständlich Ausnahmen.

Breche die Regeln

Die letzte Regel ist: Vergesse alle vorangegangenen Regeln. Also manchmal. Verfalle nicht in Muster und plane dein Bild nicht wie einen Arbeitstag durch. Breche die Regeln ab und an bewusst, wechsle Perspektiven gekonnt ab und lerne, wann es sinnvoll ist, zu variieren.

Es spricht nichts dagegen, ab und an mal diese „Regeln“ zu brechen- vielmehr sollten sie als Empfehlungen verstanden werden. Begreife sie als solches und verwandle deine Bilder in echte Kunstwerke! Viel Spaß bei deiner nächsten Foto-Tour.

2 Kommentare

  1. Beate 22. Februar 2016
    • Henrik Stamm 22. Februar 2016

Was denkst du darüber?