Der Unterschied zwischen D-Netz und E-Netz

D-Netz und E-Netz: Zwei Begriffe, die jeder Handybenutzer einmal gehört haben müsste. Doch worin genau liegt der Unterschied zwischen den beiden Netzen? Welches ist besser? Und warum wird immer mit „D-Netz-Qualität“ geworben?

D-Netz, E-Netz, gar kein Netz

Das D-Netz ist das ältere der beiden Netze. Die Telekom betreibt das D1-Netz seit 1991. Das von Vodafone betriebene D2-Netz ist nur ein Jahr älter. 1994 war dann die Geburtsstunde des E-Netzes, wovon das E1-Netz von E-Plus und das E2-Netz von Viag Interkom (jetzt Telefónica/O2) bis heute betrieben wird.

Doch der Unterschied zwischen den beiden Netz-Typen liegt in ihrem Frequenzbereich: Das D-Netz funkt in einem Frequenzbereich von 900MHz und das E-Netz in einem Frequenzbereich von 1800 MHz. Was heißt das jetzt? Eigentlich ganz einfach: Der Empfang mit dem D-Netz ist in ländlichen Regionen besser als das E-Netz, was in der frequenzbedingt höheren Reichweite begründet liegt. In Ballungsräumen ist dieser Vorteil natürlich obsolet, hier leisten beide Netze gute Arbeit.

Das E-Netz bietet den Vorteil, mehr Nutzer gleichzeitig versorgen zu können. Ferner ist der Stromverbrauch bei Geräten im D-Netz geringfügig höher als im E-Netz.

Ein weiterer Pluspunkt für die D-Netze ist der Ausbau von LTE. Dieser ist im D-Netz flächendeckender als im E-Netz. Nach diversen Netztests ist das D1-Netz der Telekom Testsieger, gefolgt von Vodafones D2-Netz. Das E-Netz holte in den vergangenen Jahren jedoch immer weiter auf.

 

Was ist besser?

Die Werbung „Beste D-Netz-Qualität“ ist zwar keine Lüge; es ist das beste Netz. Doch der Wert dieser Aussage wird überschätzt. Das D-Netz ist nicht besser, wenn man sich vorwiegend in Ballungsräumen aufhält. Das E-Netz zeigt seine Schwäche vor allem in ländlicheren Gebieten.

Für das Plus an Reichweite zahlt der Kunde im D-Netz letztlich aber eben auch etwas mehr. Abschließend kann man also festhalten: Die Netzwahl sollte vorwiegend daran festgemacht werden, in welchen Gebieten man am häufigsten verkehrt. Ein Stück weit ist es auch immer eine Glaubensfrage. Dann ist ja alles geklärt!

3 Kommentare

  1. Nina 28. Februar 2016
    • Henrik Stamm 28. Februar 2016
  2. Nina 28. Februar 2016

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