Ärger mit Vodafone: Providerwechsel wird zum Horrortrip

Mein Vater wechselte den Provider in seinem Betrieb: Von Alice (O2) zu Vodafone. Ein einfacher Vorgang sollte sich zu einem riesigen Problem entwickeln. Die ganze Story kurz gefasst.

Providerwechsel: Nicht so einfach

Das Bestellen eines neuen Vertrages, es geht so schnell. Vergleichen, Vertrag abschließen, alten Vertrag kündigen und Router zurückschicken, anschließen, einrichten: Fertig. Im besten Fall funktioniert alles tadellos, man spart bares Geld und ist glücklich. In dem nun folgenden Fall lief das ganze jedoch nicht ansatzweise so reibungslos.

Mein Vater wollte nach vielen Jahren seinen alten (und überteuerten) Vertrag bei Alice (O2) kündigen, was auch funktionierte. Wir, also ich und mein Vater, hatten uns aufgrund des Preis-/Leistungsverhältnisses für einen DSL-Vertrag von Vodafone entschieden. Das war im März.

Die Umschaltung und Aktivierung des Vertrages sollte am 1. April stattfinden. Die Leitung war erwartungsgemäß tot. Einige Tage nach dem Anschalttermin wollte ich den neuen Router anschließen und einrichten. Ging nicht. Der Einrichtungsassistent öffnete sich auf dem Computer- doch man erhielt lediglich die Meldung, man sollte die Kabel anschließen. Das lustige: Alles war angeschlossen.

Ich bin halb wahnsinnig geworden, habe umgesteckt, probiert und getestet wie ein blöder. Mehr als zwei geschlagene Stunden und einiges an Schimpfwörtern später gab ich entnervt auf. Ich rief bei Vodafone an, das Beste was ich in diesem Moment tun konnte. Und das schlimmste zugleich.

 

Nervige Musik & Ausreden

Es folgten zahlreiche anstrengende Anrufe bei der Vodafone Einrichtungshotline. Ich kam sofort durch und man erklärte mir, dass das Ganze noch gar nicht laufen könne, da der Auftrag kaufmännisch noch nicht aktiv sei. Geschaltet sei der Anschluss, sicher. Aber ich müsste noch etwas Geduld mitbringen, ehe das Ganze klappen würde. Kein Problem, sagte die freundliche Dame am Telefon, kriegen wir alles hin.

Ich tat also was man mir sagte, und probierte die Einrichtung einige Tage später erneut. Ohne Erfolg. Also erneut bei der Einrichtungshotline angerufen. Wieder kam ich sofort durch und hatte jemanden zum sprechen. Nur dieser Jemand wollte nicht mit mir sprechen: „Da müssen sie die Kundenbetreuung anrufen“. Ich tat wieder was man mir sagte und rief die andere Nummer an, die auf dem Einrichtungspapier stand.

Dieses Mal war ich deutlich länger in der Warteschleife. Dabei durfte ich mir Musik anhören, die mir die Ohren fast zum Platzen brachte. Es klang als würde jemand… Ach lassen wir das. Ich habe darüber schon an anderer Stelle geschrieben. Jedenfalls war ich sehr viel länger in der Warteschleife. Schließlich ging jedoch auch dort jemand ran. Dieses Mal hieß es, der laufende Auftrag sei noch nicht abgeschlossen, etwas müsse ich mich noch gedulden. Auch das tat ich.

Nun rief ich nach einigen Tagen schon wieder an. Die Zeit in der Warteschlange mit der schrecklichen Musik wurde dieses Mal noch länger. Das Ergebnis war das Selbe: Mit einem kleinen Unterschied. Die nette Dame wollte sich von nun an um mein Anliegen persönlich kümmern, „damit sie hier nicht immer anrufen müssen und hier einen persönlichen Betreuer, ähhh, Berater haben“. Vernünftig. Ging mir nämlich auch ziemlich gegen den Strich. Sie wollte am nächsten Tag zur selben Zeit zurückrufen.

Ich warte also einen Tag später auf den Anruf, welcher nicht kam. Der kam zwei Tage später, Schwamm drüber. Mehr als zwei Wochen versuchte ich ja nun schon den Anschluss zum Laufen zu bringen, das bisschen mehr Zeit war jetzt auch nicht mehr wichtig. Generell scheint Zeit bei Vodafone keine Rolle zu spielen. Wenigstens wurden Zahlungen pausiert.

Die folgenden Anrufe- ja, ich musste mehrfach wieder anrufen- spare ich euch jetzt aber. Ich fasse sie kurz: Es war immer etwas anderes schuld: Laufende Aufträge, Telefonbucheinträge und so weiter. Die Gründe wurden mit jedem Anruf kurioser und die Berater immer zuversichtlicher.

Es reichte nach mehr drei geschlagenen Wochen endgültig. Mein Ton wurde härter und ich schrieb einen Brief an Vodafone mit der Androhung von Schadensersatzforderungen, inklusive einwöchiger Fristsetzung per Einschreiben. Daraufhin rührte sich Vodafone… nicht. Also rief ich nochmals an, jegliche Freundlichkeit und Verständnis war mir mittlerweile aus der Stimme gefallen. Es reichte mir endgültig. Die Dame fragte: „Haben sie schon eine Störungsmeldung aufgegeben?“. Weiß ich doch nicht, was ihre Kollegen da alles gemacht haben, und interessiert mich übrigens auch noch weniger.

„Gut, dann mache ich das jetzt eben.“, meine Euphorie hielt sich in Grenzen. Das Ergebnis des Anrufs: In den nächsten Tagen kommt jemand vorbei und sieht sich das an. Wow, nach mittlerweile vier Wochen bewegt sich etwas bei Vodafone. Fantastisch. Zuhause bei der Telekom kam der Techniker am nächsten Tag.

Der Telekom-Techniker hat den Fehler gefunden und behoben, Alice (O2) hatte uns ausgeklinkt. Vodafone hätte das merken müssen.

Wenigstens funktioniert das Internet und Telefon jetzt, nach schlanken 4,5 Wochen. Das Problem: Ich hatte sogar das Gefühl, die zahlreichen Berater hätten sich Mühe gegeben.

Was denkst du darüber?