Computer werden langsamer- oder?

Jeden, den man fragt, bestätigt einem sofort, dass Computer mit der Zeit langsamer werden. Stimmt das wirklich? Und wenn ja, woran liegt das?

Mein Notebook ist jetzt etwas mehr als vier Jahre alt. Und das merkt man auch: Das Hochfahren wird langsamer, Programme brauchen länger zum starten, der PC hängt sich oft auf und wird warm. Einbildung?

 

Werden PCs langsamer?

Ja. Aber die Gründe dafür sind weder Willkür noch die vielen Dateien. Vielmehr fehlt vor allem eines: Die Pflege und Wartung.

Viele reinigen ihren Computer (wenn überhaupt) nur mit Tuning-Programmen. Das ist so, als würde ich einen neu gekauften Herd nur von außen reinigen, innen jedoch nicht.

Sicherlich bringen Tuning-Programme etwas, aber sie sind keine wundersamen Heilmittel- auch wenn die Hersteller diese gerne mal so verkaufen. Für einen schnellen Computer muss schon mehr gemacht werden, als auf einen Button zu drücken.

Ein wichtiger Punkt ist der Verschleiß. Gerade Festplatten werden mit der Zeit durch die ständigen Lese-/ und Schreibzugriffe immer langsamer. Das ist Fakt und lässt sich ohne einen Neukauf leider nicht beheben.

Durch eine regelmäßige Defragmentierung lässt sich der Zeitpunkt, ab dem die Festplatte deutlich langsamer wird, jedoch etwas herauszögern. Dafür lassen sich zum Beispiel Programme wie AVG PC TuneUp verwenden.

 

 Autostart & Reinigung

Das Hauptproblem vieler Computer sind die Autostart-Programme. Autostart-Programme sind all jene Programme, die mit Windows mitstarten möchten. Darunter finden sich sehr sinnvolle Einträge wie das Anti-Viren-Programm aber auch weniger sinnvolle- wie zum Beispiel Spotify.

Das Problem an den Autostart-Programmen ist, dass diese wertvolle Ressourcen fressen. Der Systemstart wird verzögert und das System reagiert mit Verzögerungen auf Nutzereingaben.

Unter Windows Acht sind die Auswirkungen der Autostart-Programme jedoch nicht so hoch, wie noch in den Vorgänger-Versionen. Windows startet diese nämlich mit einer kleinen Verzögerung, um Engpässe zu vermeiden.

Zweites großes Problem: Die innere Reinigung. Nicht nur Software will gepflegt werden, auch die Hardware braucht ab und an mal eine Reinigung. Oft stiefmütterlich behandelt werden die Lüfter- obwohl sie ein wichtiger Faktor bei der Leistung eines Computers sind.

Durch angezogenen Staub und Dreck verstopfen Lüfter, drehen sich langsamer und können so weniger Luft umwälzen. Das Ergebnis ist eine steigende Temperatur im inneren des Computers. Andere Bauteile wie zum Beispiel die CPU müssen ihre Leistung drosseln, da diese sonst überhitzen. Ein echter Teufelskreis also.

Im Endeffekt haben wir dann vor allem eines: Mehr Abstürze aufgrund von Überhitzung und eine gedrosselte Leistung. Um dies zu verhindern solltest du deinen Computer immer mal wieder reinigen. Wie das geht, habe ich hier erklärt.

 

Notlösung: Upgrade

Wie eingangs bereits erwähnt, ist auch Computer-Hardware nicht vom Verschleiß ausgenommen. Wenn jedes Tuning nicht mehr hilft, sollte eventuell ein Neukauf in Betracht gezogen werden. Es muss jedoch nicht gleich ein komplett neuer Computer sein: Hardware lässt sich auch leicht einzeln austauschen.

Festplatte, Arbeitsspeicher und CPU sollten hier ganz oben auf der Einkaufsliste stehen. Festplatte und Arbeitsspeicher lassen sich zumindest bei Desktop PCs sehr leicht austauschen bzw. aufstocken. Hier sollte jedoch der Kostenfaktor mit dem Nutzen im Einklang sein. Es bringt wenig bis gar nichts, bei einem Zehn Jahre alten Computer Festplatte und CPU auszutauschen.

Die Preise für Arbeitsspeicher sind zudem in den letzten Jahren explodiert: 70€ für acht Gigabyte und 140€ für 16 Gigabyte sind derzeit teurer Standard.

Vom Austausch des Prozessors sollten Unerfahrene im übrigen die Finger lassen, da dies ist nicht unbedingt leicht ist und schnell schief gehen kann.

8 Kommentare

  1. Sven 18. Januar 2015
    • Henrik Stamm 18. Januar 2015
      • Sven 18. Januar 2015
        • Henrik Stamm 18. Januar 2015
  2. Jochen 13. April 2015
    • Henrik Stamm 13. April 2015
      • Jochen 13. April 2015
        • Henrik Stamm 14. April 2015

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