Navi-App oder Navigationssystem?

Smartphones sind Alleskönner: MP3-Player, Spielekonsole, Computer, E-Book-Reader und Navi. Damit die Navigation aber nicht in einem Parkurlauf endet, ist es wichtig, auf die richtigen Apps zu setzen. Aber was ist richtig?

Wer ein Smartphone hat, braucht kein Navi mehr: Die App Stores sind voll mit Navigations-Apps. Allesamt versprechen, so gut wie echte Navis zu sein. Wo aber liegen die Vor- und Nachteile der Apps?

 

Vorteile der Navi-Apps

Widmen wir uns zunächst den Vorteilen der Navigations-Apps: Nahezu alle besitzen offline- und online-Navigation. Das ist vor allem im Ausland sinnvoll: Ist das (teuer erstandene und immer zu knappe) Datenvolumen erst einmal verbraucht, wird’s schnell teuer.

Meine App-Empfehlung: Skobbler.

Meine App-Empfehlung: Skobbler.

Durch die Offline-Navigation lassen sich Karten vor dem Urlaub herunterladen und anschließend ohne Internetverbindung verwenden. Im Heimatland hingegen lässt sich die Online-Navigation wieder aktivieren.

Wo wir beim zweiten Vorteil wären: Sie besitzen immer aktuelle Karten und zahlreiche Extras. Ob Blitzerwarner (in Deutschland nicht erlaubt), Fahrradnavigation, aktuelles Wetter oder Stau- oder Baustellenwarner: Hier sind die Navi-Apps eindeutig im Vorteil. Es gibt nichts ärgerlicheres, als ein (teures) Navi zu kaufen und anschließend doch nicht zum Ziel zu finden, weil die Straße neu ist oder der Kreisel davor einer Kreuzung gewichen ist.

Auch lassen sich in den meisten Navigations-Apps neue Karten bei Bedarf zusätzlich herunterladen. So erhält man bei der Skobbler-App die komplette Weltkarte für weniger als 12€. Bei Google Maps ist dies gar komplett kostenlos. Bei TomTom kostet eine neue Europa-Karte knapp 60€. Ein Jahr Updates kosten 70€. Schnäppchen eben.

Wo wir gerade beim Thema „Kosten“ sind: Obwohl die meisten Navi-Apps gratis oder für ein paar Euro zu haben sind, kosten Navigations-Systeme gut und gerne mal weit über 100€. Plus eines späteren Kaufs für neues oder weiteres Kartenmaterial. Gutes Preis-/Leistungsverhältnis sieht anders aus.

Letzter Vorteil von Navi-Apps: Man hat das Smartphone immer dabei. Man muss kein weiteres Gerät mit sich herumschleppen und kann einfach auf das allzeit präsente Smartphone zurückgreifen.

 

Vorteile der echten Navis

Nun, wo liegt die Daseinsberechtigung der Navigationssysteme, wenn die Apps doch so viele Vorteile bieten? Das Große Ass im Ärmel von Navigon, TomTom und co. ist das Kartenmaterial.

Navi-Apps nutzen meist Kartenmaterial wie Open Street Map, dass durch die Öffentlichkeit gepflegt wird. Das kann ein Vorteil sein, öffnet jedoch dem Missbrauch auch Türen und Fenster. Es ist bereits passiert, dass Straßen in Google Maps von Nutzern in etwas- nunja- unpassende Namen geändert wurden.

Diese Fehler sind in Navis nahezu ausgeschlossen. Das Kartenmaterial ist geprüft und professionell erstellt worden.

Zweiter Vorteil von Navis ist, dass diese eine recht gute Akkulaufzeit bieten: Smartphone-Akkus entladen sich recht schnell- und aktiviertes Internet und GPS wirken nicht gerade positiv.

Letzter Vorteil ist, dass Navis angepasste Displays und eine auf das Autofahren angepasste UI haben. Navis navigieren nur, was bedeutet, dass sie auch nur dafür konstruiert wurden. So reflektieren die Displays bei Sonnenlicht weniger und die Bedienungselemente besitzen eine angemessene Größe. Navi-Apps sind da oft komplizierter.

 

Navi oder App?

Stellt sich jetzt die Frage, was besser ist: Navi oder App? Meiner Meinung nach sind die Apps für Gelegenheitsfahrer deutlich besser geeignet, als echte Navis. Sie sind günstig, umfangreich und immer aktuell.

NavigationAll jene, die jedoch oft navigieren, können auch ein echtes Navi beim Kauf in Betracht ziehen. Diese zeichnen sich durch gute Karten und einfachere Bedienung aus.

In Sachen Routenführung sind App und Navi gleichauf: Beide sind zwar nicht perfekt aber doch gut.

Gute Erfahrung habe ich mit der kostenlosen Navi-App Skobbler gemacht. Diese ist sowohl für Android als auch für Apple-Geräte verfügbar und besitzt Online- und Offlinenavigation sowie einen Blitzerwarner. Die Onlinenavigation ist immer gratis; ein Land darf auch kostenlos heruntergeladen werden.

Eine weitere Stadt kostet 1,18€, ein Land 3,56€, ein Kontinent 5,94€, die Welt 11,89€. Weitere Features wie Verkehrsdaten oder ein mobiler Blitzerwarner kosten ebenfalls extra.

Weitere gute Navi-Apps sind zum Beispiel Google Maps, Sygic oder auch die neue App HERE von Nokia.

Was findest du besser- App oder Navi?

2 Kommentare

  1. AV100 13. März 2015
    • Henrik Stamm 13. März 2015

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