Fertig-Computer oder selbstkonfiguriert?

Einer neuer PC soll gekauft werden. Dann geht der Weg natürlich zu Media Markt, Amazon oder Saturn, oder? Das es eine bessere und günstigere Alternative gibt, wissen viele gar nicht.

Büro-Computer, Gaming-Maschine oder doch ein Multimedia-Rechner? Egal, für welchen Computer-Typen du dich entscheidest, es gibt Auswahl ohne Ende. Nur sind die Fertig-PCs nicht immer das Gelbe vom Ei.

 

Geld mit Gutgläubigkeit verdienen

Die großen Hersteller tricksen gerne, wenn es darum geht, ihre Produkte loszuwerden: Da werden dann Informationen absichtlich verschleiert oder Produktbilder erstellt, die ein falsches Bild vermitteln.

So war das auch zuletzt der Fall bei einem Freund. Er suchte einen Gaming-PC, nichts aufregendes, aber die aktuellen Spiele sollten anständig laufen. Kein hoher Anspruch eigentlich.

Also sah er sich im Internet um und traf auf diesen PC von Dell. 499€ für ein Allrounder klang günstig, also sah ich mir den PC ebenfalls an. Es war die Frage: Selbst Zusammenstellen oder fertig kaufen. Der PC im I5-Prozessor soll „hohe Leistung in einem kompakten Design“ bieten.

Also sah ich mir die technischen Daten an. Intel Core I5, Windows 8.1 8 GB Ram, 1 Terrabyte Festplatte- schön. Und welcher Arbeitsspeicher, welche Festplatte wurde verbaut? Steht da nicht.

Als ich die Grafikkarte sah, stutze ich. „NVIDIA GeForce GT 705“ also? Kenn‘ ich nicht. Ich vermutete nicht ordentliches, also schnell den Namen gegoogelt und siehe da: Low-End-Grafikkarte. Eine Low-End-Grafikkarte in einen Computer einzubauen, auf dem Produktbild ein Spiel zu zeigen und mit der Aussage „Leistungsstarke Grafikkarte“ zu unterfüttern, nenne ich mal dreist.

Bei Ebay war die Grafikkarte für ca. 80€ zu haben.

Hier wird klar darauf gespielt, dass sich viele Menschen nicht so sehr mit Computern auskennen, es eventuell auch gar nicht wollen. Prozessor, Festplatte und Arbeitsspeicher sagt ihnen vielleicht noch was. Bei der Grafikkarte wird’s dann aber schwerer.

 

Alternative: Marke Eigenbau

Doch was soll man sonst machen, wenn man sich nicht mehr auf die Aussagen der Hersteller verlassen kann? Die Alternative dazu heißt Eigenbau. Einige Anbieter im Internet bieten PC-Konfiguratoren an, über die du die gewünschte Hardware auswählst.

Bekannte Seiten sind zum Beispiel Hardware-Versand oder Alternate. Die Systeme gucken direkt, ob die Teile zusammenpassen und auf Wunsch wird der PC gar von den Diensten zusammengebaut.

Der Nachteil? Etwas Expertise ist sicherlich von Nöten, und es ist nicht ganz so einfach, als würde man einfach in den nächsten Markt rennen und einen PC kaufen. Dafür aber erhält man einen Leistungsstarken, günstigen PC nach Wunsch.

Ich habe meinen PC vor gut zwei Jahren bei Hardware-Versand bestellt und muss sagen: Die Kiste rennt. Man weiß, was drinnen ist, kann jederzeit Teile upgraden und hat einfach ein besseres Gefühl.

Wie sieht das bei dir aus? Fertig-PC oder Eigenbau?

Was denkst du darüber?