Der schlechte Ruf des Internet Explorers

Der Internet Explorer begleitet Windows Versionen seit Ewigkeiten. Trotzdem hat das Programm ein Image Problem gewaltigen Ausmaßes. Und das nicht ganz zu Unrecht.

Der Internet Explorer. Warum hat er so einen schlechten Ruf? Nun: Er ist langsam, stürzt andauernd ab, stellt Websites falsch dar, bietet keinen Komfort… Oder?

 

Trend verpasst

Alle Weichen waren für den Internet Explorer auf „Erfolg“ gestellt: Ein voll funktionsfähiger Browser, der mit dem weltweit stärksten Betriebssystem mitgeliefert wird. Diese Luxus-Rahmenbedingungen sind allen anderen Browsern nicht gegeben. Dennoch sind die Marktanteile des Internet Explorers mit ca. 11% weit unter dem der Konkurrenz. Aber warum?

Bis vor ca. vier Jahren nutzte ich den Firefox. Dann löste der Chrome-Browser den Firefox ab. Was war ich damals beeindruckt von der Schnelligkeit des Chromes! Dies ist im Übrigen auch der Grund weswegen ich bis heute beim Chrome geblieben bin.

Der Internet Explorer war für mich zu keiner Zeit auch nur im entferntesten dazu in der Lage, Firefox oder Chrome das Wasser zu reichen. Und das hat sich bis heute nicht verändert.

Heute verwenden viele den Internet Explorer tatsächlich nur noch dafür, sich den Firefox oder Chrome herunterzuladen. Ich habe noch eine andere Verwendung dafür: Der Internet Explorer dient mir als Versuchskaninchen. Immer dann, wenn ich etwas an Mobile Things testen möchte, verwende ich den IE.

Der Grund, weswegen ich dem Internet Explorer persönlich derart wenig beizumessen habe, ist ganz einfach: Er ist unausgereift. Nach sage und schreibe 20 Jahren (Ja, so alt ist dieses Programm schon) hat Microsoft es noch immer nicht geschafft, den Internet Explorer auf ein einigermaßen hohes Level zu heben.

Microsoft hat sich die Chance, etwas aus der Kombination von Marktmacht und Erfahrung zu machen, ein für alle mal entgehen lassen. Der Internet Explorer wird von Microsoft mehr als stiefmütterlich behandelt.

Die Rückständigkeit des Internet Explorers ist für mich absolut unverständlich. Die Meisten Meschen verwenden den Computer nun einmal für die Textverarbeitung und das Surfen. Dieser Fakt scheint Microsoft seit 1995 zu überraschen.

 

Probleme, Abstürze und andere Überraschungen

Bei der wenigen Nutzung des Internet Explorers sind mir binnen Minuten etliche Dinge eingefallen, die man hätte verbessern können, ja sogar müsste. Das auffälligste: Die Verwaltung der Tabs. Jeder Browser bekommt es im Jahr 2015 hin, Tabs ordentlich anzuzeigen. Nur der Internet Explorer zeigt diese als Fenster an.

Der zweite (wenn auch nur für Profis relevant) Punkt ist die Anzeige des Quelltextes. Die Suche nach bestimmten Zeilen darin gestaltet sich ähnlich schwierig wie die Suche nach der berühmten

Es kommt nicht gerade selten vor, dass der IE abstürzt...

Es kommt nicht gerade selten vor, dass der IE abstürzt…

Nadel im nicht minder berühmten Heuhaufen. Anstatt eine ordentliche Suchfunktion mit angenehmer Textformatierung wie im Chrome anzubieten, öffnet sich ein neues Fenster mit Suchmaske, dass, sobald es geschlossen wird, auch die Markierungen im Text entfernt.

Der dritte Punkt ist der wohl nervigste. Der Internet Explorer neigt dazu, Seiten falsch anzuzeigen. Immer wieder sehe ich Fehler im Internet Explorer, die es in anderen Browsern nicht gibt.

Der letzte Punkt: Der IE stürzt andauernd ab. Vier Abstürze innerhalb weniger Wochen sind doch recht häufig, wenn ich bedenke, dass ich die Abstürze von Chrome und Firefox zusammengenommen an einer Hand abzählen kann.

 

Das Internet & der IE

Das Internet macht sich seit geraumer Zeit mit Memes wie zum Beispiel diesem hier über das Internet Explorer Fiasko lustig. Und leider muss man sagen: Nicht ganz mit Unrecht.

Sicherlich hat sich der Internet Explorer mit der Zeit immer weiter entwickelt und mittlerweile könnte man ihn sogar als Browser nutzen- doch die Konkurrenz ist schlicht und ergreifend um Längen besser.

Für ein über 20 Jahre altes Produkt aus dem Hause eines großen und erfolgreichen Software-Unternehmens ist der derzeitige Stand mehr als rückfällig. Vielleicht auch deswegen möchte Microsoft mit einen Neuanfang wagen: Inklusive neuen Namens. Ich bin gespannt!

7 Kommentare

  1. Claudia Dieterle 6. Januar 2015
    • Henrik Stamm 6. Januar 2015
  2. Florian K. 16. Januar 2015

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