Wie viel Technik vertragen wir?

Wir vernetzen uns immer weiter, verwenden immer mehr technische Geräte. Doch tut uns das gut? Oder schadet uns der Fortschritt vielleicht sogar mehr als er nutzt?

Mittlerweile lassen sich Fernseher, Heizungen und sogar Kühlschränke mit dem Internet verbinden. Das macht zwar Spaß aber auch anfällig. Wie gefährlich ist der tägliche Umgang mit technischen Geräten wirklich? Hat er Auswirkungen auf unser Verhalten oder gar unsere Gesundheit?

 

Mein Freund, das Smartphone

Das Gerät, das wir immer parat haben, immer ansprechen können, ist vermutlich zugleich auch das umstrittenste von allen. Tatsächlich hat zu starker Smartphone-Konsum Auswirkungen auf unsere Gesundheit: die sogenannte „Screen Sightedness“ ist eine Krankheit,
welche durch eine zu geringe Entfernung zwischen Augen und Bildschirm entsteht. Experten vermuten, das sich die Häufigkeit der Erkrankung in den nächsten 10 Jahren verdoppeln wird. 

Des weiteren verändert die ständige Verfügbarkeit des Smartphones unsere Interaktion mit anderen Menschen: statt sich zu unterhalten, wird das Smartphone gezückt. Dies kann zwar in peinlichen Situationen sehr praktisch sein, doch wenn dieses Verhalten auch dann greift, wenn wir mit Freunden oder der Familie unterwegs sind, so würde ich dieses Verhalten als Problem unserer Zeit beschreiben.

Wie viel Technik verträgt der Mensch?

Als weitere Auswirkung des Smartphones auf uns, wäre das unwohle Gefühl zu nennen, wenn eben dieses mal nicht funktioniert. Wir fühlen uns isoliert und wissen uns nicht recht zu unterhalten. Es ist schlichtweg kein schönes Gefühl, nicht mehr zum Handy greifen zu können.

 

Von WLan- und Handystrahlen

Forscher streiten heftig über die Schädlichkeit von WLan und Handystrahlen. Noch immer gibt es keine sinnvollen Langzeitstudien. Es kann also weder dementiert noch zugestimmt werden; sicher jedoch ist: je weniger Strahlung, desto besser. Schützen (oder gar abschotten) kann man sich zwar nicht, jedoch sollte man das Handy gegebenenfalls einfach mal beiseite legen und nachts des Flugmodus anschalten. Zudem kann man in Tests zu Smartphones zumeist auch den SAR-Wert ablesen. Hier fallen Samsung Smartphones übrigens immer wieder positiv auf.

 

Medien verändern unser Gehirn

Unser Gehirn passt sich jeglicher Veränderung um uns herum an. Nur so konnte sich der Mensch letztlich zu dem entwickeln, was er heute darstellt. Durchschnittlich sechs Stunden pro Tag verbringen wir durchschnittlich damit, digitale Medien zu konsumieren- auch das wirkt sich auf unser Gehirn aus. Forscher behaupten, wir könnten keine Prioritäten mehr setzen; wichtiges von unwichtigem unterscheiden.

Aufgrund von Reizüberflutungen sowie ständig wechselnder Aufmerksamkeit fällt es uns schwerer den Frontalcortex (die Vorderregion des Hirns, welche für das Ziehen von Parallelen verantwortlich ist) aufzubauen.

Doch die Medien haben auch positive Effekte: der sensomotorische Cortex (verantwortlich für das Steuern des Daumens) ist in den vergangenen zehn Jahren um 50% gewachsen. Dies ermöglicht es uns, optische Eindrücke schneller wahrnehmen und entsprechend reagieren zu können.

 

Wir sind überfordert

Andererseits überfordert uns das Arbeiten mit Computern auch. Wirklich multitaskingfähig sind wir nämlich nicht: wir können unseren Fokus lediglich auf einen einzigen Aspekt lenken. Dinge, die derzeit nicht gebraucht werden, müssen in einer Art Zwischenspeicher gespeichert werden. Anschließend erst können wir uns wieder der Lösung der Aufgabe zuwenden- dabei teilen sich die beiden Stirnlappen die Arbeit auf. Vergleicht man die serielle Aufgabenbewältigung mit der abwechselnden Bearbeitung, so fällt auf, dass die Effizienz sowie die Reaktionsgeschwindigkeit bei letzerem rapide abnimmt.

 

Alles voller Technik

Wenn man unsere heutige Lebensumgebung mit der vor 25 Jahren vergleicht, fällt auf: die Zahl technischer Geräte ist rasant gestiegen. Zugegeben, für diese Schlussfolgerung bedarf es keinerlei Hochschulreife, doch kann uns das Voraugenführen dieser Tatsache helfen den Konsum zumindest einzuschränken.

Was denkst du darüber?