Was macht guten Content aus?

Mirko Lange fragt in einer Blogparade, was guten Content ausmacht. Was macht Content „geil“? Wie findet man das richtige Thema? Wie schreibt man am besten?

Das Thema der Blogparade vom Blog talkabout.de betrifft Autoren, Journalisten und Blogger gleichermaßen wie Schüler und Studenten: was macht einen Text zu einem guten Text? Was muss bei der Themenwahl beachtet werden? Für mich ist die Frage ebenfalls sehr interessant und relevant- ein Grund mehr an der Blogparade teilzunehmen.

 

Die Suche nach Themen

Beginnen möchte ich mit der Themenwahl. Hier bin ich immer wieder mit Anlauf gegen die Wand gelaufen. Artikel, die (wie ich dachte) häufig gelesen werden liegen mehr oder weniger unaufgerufen auf dem Server und werden maximal „aus Versehen“ angeklickt. Beispiele dafür sind die Kommentare auf diesem Blog- eben das was einen Blog lesenswert macht und von ernsthaft betriebenen Journalismus abhebt.

Anders hingegen laufen Tests sowie Tipps und Tricks: gerade Artikel meiner Themenwoche zum Chromecast sowie die App- und Gerätetests werden täglich im zweistelligen Bereich aufgerufen. Auch Blogparaden laufen aufgrund der massiven Vermarktung über diverse Social-Media-Kanäle blendend.

Das alles klingt erstmal mysteriös. Ist es aber nicht: es ist sogar extrem logisch. Wenn wir googeln, dann suchen wir nach einer Lösung für unser Problem beziehungsweise nach Erfahrungsberichten anderer. Wie oft googeln wir nach Kommentaren anderer Blogger? Eben.

Was lernen wir aus dieser Situation? Ich persönlich sehe mir bestehende Trends an und schreibe mittlerweile dazu. Tests und Tipps zu schreiben finde ich ehrlich gesagt jedoch zählen zu den unanspruchsvollsten Aufgaben. Dies ist der Grund, weswegen ich immer wieder auch Kommentare und Reportagen schreibe- eben so etwas gibt einem Blog den nötigen Charakter.

 

Schreibstil

Mindestens genauso wichtig wie die Themenwahl ist der Schreibstil. Schreibt man zu trocken, langweilen sich die Leser bereits bei der Überschrift. Unterhaltung ist gefragt! Aber: man darf es nicht übertreiben. Gerade bei Themenblogs ist es wichtig, einen Ausgleich zu finden. Die Leser kommen nicht aus reiner Belustigung zu deinem Blog sondern auch zur Information. Ist diese nicht gegeben, dann kannst du einpacken.

Bleibe deinem persönlichen Schreibstil jedoch immer treu. Schreibst du eher trocken, versuche nicht zwanghaft Witze etc. in deine Artikel einzubauen. Das kommt nie gut! Man merkt einfach, dass das künstlich ist. Leser finden sich für jeden erdenklichen Schreibstil- hebe dich von der Masse ab.

Lasse dir Zeit beim Schrieben und versuche so viel wie möglich in so wenigen Sätzen wie möglich unterzubringen. Gerade in Hilfestellungen etc. ist es für den Leser eher störend, wenn er sich einen riesigen Text durchlesen muss. Versuche jedoch, die Schwelle von 300 Wörtern nie zu unterschreiten: ab dieser Marke wertete Google deinen Artikel nämlich eine höhere Relevanz zu.

Beachte zudem Möglichst gut die Grammatik- solche Texte lesen sich besser, als jene, die in jedem zweiten Satz einen Fehler eingebaut haben.

Jeder Blogger wünscht sich Leser. Das liegt in der Natur der Sache. Aber bitte: Verzichte auf heftig.co- Überschriften à la:

  • Er wusste gar nicht, dass…
  • …Was dann passiert wird euch umhauen!
  • Vor allem Punkt 3 wird euch zu Tränen rühren!

Ja, auch sogenannte „Zeitungen“ verwenden mittlerweile diese Überschriften. Aber bitte zeige mehr Niveau als solche Klatsch und Tratsch Blätter!

 

Kompetenz

Was ist schlimmer als fehlende interessante Themen sowie langweiliger Schreibstil? Richtig, fehlende Kompetenz. Wenn du beispielsweise einen Mode blog betreibst und selbst herumläufst wie Drakula auf Koks, was sollen dann die Leser denken? Mal im Ernst: ein gewisses Mindestmaß an Wissen solltest du schon mitbringen.

Ich denke eigentlich, dass dieser Punkt selbsterklärend sein sollte. Doch gerade auf YouTube findet man immer wieder Menschen, bei denen man sich am liebsten den ganzen Tag eine klatschen würde.

 

Besser sein!

Wer erfolgreich sein möchte, muss ausgefallen sein. Eigene Meinung haben. Manchmal vielleicht auch etwas unbequem. Aber vor allem eines: nicht immer mitlaufen und Themen anderer aufgreifen. Versuche lieber, selber interessante Themen zu finden- das hebt dich von der Masse ab.

Besser sein als die anderen. Das ist immer so leicht gesagt. Am Ende des Tages entscheiden die Leser, was sie bewegt und was nicht. Daher ist es mit Sicherheit praktisch, seine Leser zu kennen. Google Analytics gibt dir da bereits alles, was du brauchst: Alter, Geschlecht und Interessen lassen sich sehr leicht herausfinden.

 

Mehr bieten

Biete deinen Nutzern am besten auch noch einen spürbaren Mehrwert. Je nachdem, was sich anbietet und was du kannst- lass‘ dir was einfallen. Egal, ob du eine Serie auf deinem Blog als PDF zusammenfasst oder eine App nur für deinen Blog anbietest. Hinterlasse einen bleibenden Eindruck!

Was meinst du? Was macht für dich gute Inhalte aus?

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