Online duzen: Ist das okay? (Auswertung)

 Die Blogparade „Online duzen: Ist das okay?“ ist heute zu Ende gegangen. Was die Teilnehmer und ich über das Thema denken, liest du hier.

Duzen oder Siezen? Das war die (zugegeben ziemlich schwierige) Frage, mit der sich die Teilnehmer konfrontiert sahen. Dennoch ist das Ergebnis der Blogparade im Oktober  recht klar ausgefallen.

 

Vorsicht ist geboten

Deutlich in dieser Blogparade wurde vor allem, dass die Angst durchaus besteht, das „Duzen“ falsch ankommen könnte. Die Angst davor, beim Gegenüber mit dieser Form der Anrede zu scheitern, ist groß. Und das obwohl viele (vor allem im Internet) lieber auf das „Sie“ verzichten würden.

Das Ergebnis habe ich wie versprochen in eine Infografik übertragen- sie sollte das Ergebnis noch verdeutlichen. Falls die Grafik nicht korrekt angezeigt wird, klicke bitte hier.

Die Angst vorm „Du“

Ich kann mich grundlegend der Meinung der Teilnehmer anschließen: Auch bei mir ist die Angst teils doch sehr groß, mit dem „Du“ ins Klo zu fassen. Ich kenne einige Menschen die doch sehr sensibel auf falsche Anreden reagieren…

Im Internet jedoch ist dies anders. Hier habe ich keine Angst vorm „Du“- das liegt vermutlich daran, dass 99% der Menschen online duzen. Wenn jemand bei YouTube siezt (ja das habe ich schon mal erlebt!), dann erscheint das irgendwie komisch. Er tanzt sozusagen mit dem „Sie“ aus der Reihe.

Das „Du“ scheint online zum Standard geworden zu sein, zu einem Kodex, der nicht gebrochen wird. Wer ihn bricht, zieht die Aufmerksamkeit (wie in dem oben genannten Beispiel ersichtlich) auf sich.

 

Emails sind Geschäft

Aber wie sieht das bei Emails aus? Hier legt mein innerer Freundlichkeitswächter  wieder eine 180 Grad Drehung hin. Solange ich nicht mit Freunden, Familie oder Verwandten schreibe, sieze ich. Das gilt vor allem für geschäftliche Emails.

Das heißt aber nicht, dass ich das „Du“ nicht wollen würde: Vielmehr empfinde ich es aufgrund meines Alters nicht als meine Aufgabe, das „Du“ anzubieten. Das Gespräch mit Freunden hat gezeigt, dass ich da nicht alleine bin. Es scheint also tief in uns drin eine Art Gesetz zu geben, dass der Ältere beider Kommunikations-Partner das „Du“ anbietet. Es ist eine Art der Höflichkeit und des Respekts zu sein.

„Du Arschloch“ sagt sich leichter als „Sie Arschloch“

Mit dem „Sie“ kann man im Grunde genommen nichts falsch machen. Darum verwende ich es gerne und oft. Mit dem voreiligen „Du“ hingegen kann man in ein Fettnäpfchen treten, dass sich gewaschen hat und seines gleichen sucht.

Übrigens: Jetzt, einen Monat nach Beginn der Blogparade, versuche ich noch immer „duzen“ mit ‚tz‘ zu schreiben. Einige Dinge wird man wohl nie los 🙂

Ich bedanke mich noch einmal bei allen Teilnehmern für ihre tollen Beiträge:

Übrigens findet bei Mobile Things jeden Monat eine neue Blogparade statt.

8 Kommentare

  1. Claudia Dieterle 4. November 2014
    • Henrik Stamm 4. November 2014
  2. Thomas 4. November 2014
  3. Alexander Liebrecht 5. November 2014
    • Henrik Stamm 5. November 2014
  4. Christian Küchler 5. November 2014
    • Henrik Stamm 5. November 2014

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