eBooks oder Bücher?

Immer wieder frage ich mich selber: „Was mag ich lieber? Bücher oder eBooks?“ – und anscheinend bin ich mit dieser Frage nicht alleine. Zumindest, wenn man dem Internet glauben schenkt.

Ich schreibe lieber als ich lese. War schon immer so. Aber wenn tatsächlich dann mal die Sterne gut stehen und ich ein Buch zur Hand… äh… stop. Ich lese gar keine „richtigen“ Bücher mehr. Nicht, weil ich sie nicht mag, nein. Vielmehr lese ich inzwischen eBooks. Doch trotzdem frage ich mich immer wieder, was denn nun besser ist? Und warum gelten Ebooks als „böse“ und als das Ende der Bücher aus Papier? Fragen über Fragen!

 

Buch oder eBook- das ist hier die Frage

Ich liebe das Gefühl, welches entsteht wenn man ein Buch in den Händen hält. Und trotzdem lese ich fast ausschließlich eBooks- Gründe dafür sind in meinem Fall die Bequemlichkeit sowie die Flexibilität. Ich kann theoretisch hunderte Bücher mit meinem  Handy beziehungsweise Tablet herumtragen und immer und überall lesen. Davon abgesehen, dass dies definitiv nicht der Fall ist, gibt es trotzdem noch weit mehr Vorteile.

Ich muss keinerlei dicke Wälzer abstauben und behalte immer einen Überblick über meine Bibliothek. All das spricht für eBooks.

Selbstverständlich gibt es auch diverse Nachteile. Zum Beispiel lassen sich eBooks nicht verkaufen oder spenden. Des weiteren kosten sie genauso viel wie ein normales Buch- sind aber trotzdem nur digital lesbar. Der für mich jedoch wichtigste Grund, der gegen eBooks spricht, ist jener, dass mir das Gefühl echten Papiers fehlt.

Im folgenden habe ich eine äußerst interessante Grafik gefunden, welche Argumente für beziehungsweise gegen eBooks repräsentativ über mehrere Jahre hinweg darstellt.

Statistik: Anteil der Befragten, die den folgenden Argumenten für bzw. gegen E-Books voll und ganz oder etwas zustimmen | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

 

eBooks- ein Fluch?

Interessant zu beobachten ist, wie böse doch immer eBooks dargestellt werden. Sie lassen Bücher verkommen und sorgen für die Verarmung von Autoren und Journalisten.

Für mich klingt das nach der Suche nach einem Sündenbock. Warum sollten eBooks dafür sorgen, dass unser Leseverhalten verkommt? Der Inhalt der Bücher ist doch 1:1 der Selbe. Auch verarmen weder Verlage noch Autoren wegen der eBooks- der Preis bleibt schließlich gleich. Des weiteren erschließen sich damit neue Märkte. Warum sollten wir also keine eBooks lesen? Wir lesen doch auch Artikel (wie zum Beispiel diesen hier) online.

Ich vermisse tatsächlich manchmal das Gefühl eines Buches. Aber ich finde eBooks trotzdem nicht schlimm- im Gegenteil. Für mich in meiner Situation sind die digitalen Bücher einfach nur praktisch; doch da muss jeder selber abwägen.

Ich lese häufig in Bus und Bahn sowie Abends. Für Leute, die sowieso nur im Urlaub oder am Wochenende lesen, lohnt sich vermutlich der Kauf eines klassischen Buches- hier kommt man einfach in den Genuss des Flairs, welches ein Buch ausstrahlt.

Es ist vollkommen okay, eBooks zu lesen, denn alles verändert sich. So wie sich die Sprache oder das Essverhalten verändert hat, so verändert sich auch unser Leseverhalten. Das Stichwort ist hier „Evolution“. Bei dem Essverhalten zum Beispiel hat sich so gut wie nie jemand aufgeregt- im Gegenteil.

Hätte die Evolution ausgesetzt, so würden wir Schriften vermutlich immer noch in Stein meißeln. Aus dieser Sicht ist es sicherlich begrüßenswert, dass Entwicklungen nie aufhören. Stimmt’s?

Ich denke nicht, das die Bücher aussterben werden. Zumindest nicht aus dem Grund, dass es eBooks gibt. Warum auch? Sie sind lediglich eine weitere, zusätzliche Form, in welcher man die Schrift konsumiert. Ist es nicht letztlich auch egal, in welcher Form Bücher gelesen werden? Ist nicht der Inhalt von viel größerer Bedeutung?

Ich bleibe- zumindest vorerst- bei eBooks. Wie sieht es bei dir aus? Liest du richtige Bücher oder eBooks? Oder ist es dir vollkommen egal?

2 Kommentare

  1. Karl Heinrich 23. Mai 2014
    • Henrik Stamm 23. Mai 2014

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