Der Fluch der unmöglichen Spiele

Ich bin im Grunde genommen Stammkunde bei Google Play: Immer auf der Suche nach Schnäppchen und tollen Apps. Doch in den letzten Monaten ist mir etwas aufgefallen, das irgendwie gar nicht so „toll“ ist. 

Ich spiele gerne ab und an mal auf dem Smartphone. Am liebsten mag ich Rätselspiele- sagt Google Play Games. Natürlich spiele ich auch andere Spiele, keine Frage. Auf der Suche nach neuen Games bin ich auf den Trend dieser schweren Spiele gestoßen; also Spiele, die absichtlich (oder unabsichtlich) ordentlichen Schwierigkeitsgrad haben.

 

Nervende Spiele

Unglaublich schwere Spiele gibt es leider mittlerweile zu Hauf, auch die App-Charts sind voll davon. Spiele à la „Flappy Bird“ dominieren derzeit das Gesamtbild der Chart-Platzierungen im Bereich zwischen 20 und 100. Und immer wieder frage ich mich, ob ausbalanciertes, faires, machbares Gameplay für Spieler und Entwickler gar nicht mehr zählt.

Während Spieleportale beim Test von Computer oder Konsolengames bei der kleinsten Spur von ausbalancierten Gameplay einen spontanen Herzinfarkt erleiden und dem Spiel direkt zwei Noten abziehen, scheint das bei mobilen spielen anders zu sein. Hier gilt das als eine Art Qualitätsmerkmal. Je unfairer und repetitiver, umso besser. Logisch, oder?

Das Problem ist, dass viele Spiele nicht einfach nur „verdammt schwer“ sind, sondern vielmehr unmöglich sind. Es gibt kein wirkliches Ziel; schnell nerven solche Spiele einfach nur noch. Forderndes Gameplay ist das eine, nervendes Gameplay jedoch etwas vollkommen anderes.

Einige Spiele (vor allem Flappy Bird) sind vom Gameplay her nicht einmal sonderlich schwer: Durch Tempo oder schlechte Steuerung wird der hohe Schwierigkeitsgrad künstlich erzeugt- ein Highscore ist mehr bestimmt durch Glück als durch echtes Können.

 

Viel Hype um nichts

Immer wieder findet sich folgender Satz in der Beschreibung der Spiele: „Einfach zu lernen aber schwer zu meistern“. Das sind die Spiele in der Tat. Eines haben sie nämlich gemeinsam: Sie sind idiotensicher und verdammt schnell. Zumeist beschränkt sich die Interaktion des Spielers auf das Drücken von einer, maximal zwei Tasten zur richtigen Zeit.

Solche Spiele werden von der Presse dann gerne gehyped, wenn mal wieder nichts zu berichten ist. Was hat eine App wie (ja das Beispiel muss ich jetzt nochmal bringen) Flappy Bird in Nachrichten zu suchen? Meiner Meinung nach relativ wenig. Aber das Thema mit den relevanten Themen hatten wir ja bereits vor einiger Zeit in einem anderen Kommentar.

Das Problem ist nicht, dass es solche Spiele gibt. Schlimm ist die Zahl der billigen Spiele, die nur darauf ausgelegt sind, verdammt schwer zu sein. Es gibt durchaus gute und schwere Spiele- leider aber zu wenige. Fakt ist, dass immer mehr Spiele ihre Daseinsberechtigung nur noch darin sehen, schwer zu sein.

 

Wie seht ihr solche Spiele? Stören sie euch oder seht ihr das ganz locker? Eure Meinung gerne in die Kommentare!

Was denkst du darüber?