AVAST, der virtuelle Pitbull

Ich bin wirklich sehr zufrieden mit AVAST. Die Antiviren-Software warnt gut und zuverlässig vor Gefahren und bietet zahlreiche Extra-Features. lediglich mit der Erkennung von Gefahren hapert’s ab und an. Beziehungsweise öfters. 

AVAST warnt vor Gefahren sowohl akustisch als auch optisch. Das sorgte dafür, dass ich mich des Öfteren ganz schön erschreckte. Da stellt man mal die Lautsprecher auf vollen Bass und die Lautstärke auf die Hälfte um Musik zu hören und dann ertönt auf einmal die alles überdeckende Computer-Stimme: EINE BEDROHUNG WURDE GEFUNDEN!

Man kann AVAST diese Art der Warnung natürlich zu Gute heißen- wenn da nicht das Problemchen mit der Gefahrenerkennung wäre.

 

Viren & Gefahren überall!

Mein Computer ist voll mit fragwürdigen Programmen und ich besuche auch diese komische Virenverseuchte Seite namens „Mobile Things“- sagt zumindest AVAST. Aber ich fange lieber von vorne an…

Es war ein Mittwoch. Ich saß also so da, mit dem Gesicht nach vorn. Ich öffnete Eclipse und Bluestacks. Beide Programme werden zum Schreiben beziehungsweise zum Testen von Java-Anwendungen verwendet. Also wirklich nichts Wildes.

Doch AVAST sieht das ganz anders: Drei „Gefahren“ wurden gestoppt. Diese „Gefahren“ waren die Programme, die ich versuchte zu öffnen. Und diese „Gefahren“ sind

überhaupt nicht gefährlich. Wie gesagt quittiert AVAST gefahren mit einem akustischen und optischen Signal.

Außerdem betroffen von den Launen AVASTs waren die Installation und Aktivierung zweiter Programme, die ich zum Testen erhalten habe.

Ich musste AVAST also sagen, dass die vermeintlich gefährliche Software absolut harmlos ist. Das ist aber gar nicht so einfach, denn anscheinend leidet der Pitbull namens „AVAST“ unter einer weit fortgeschrittenen Form von Alzheimer. Man kann noch so oft auf „Überspringen“ klicken, beim nächsten Start zeigt AVAST die Warnung wieder an.

An sich nicht so schlimm, Fehler passieren ja. Aber: Warum kann man den Fehler denn bitte nicht beheben?

 

Das Internet ist böse

AVAST hat auch etwas gegen Mobile Things. Und da hört der Spaß auf! Einige tage später habe ich (wie jeden Tag) den Blog besucht und war nicht minder überrascht von der Reaktion AVASTs: Gefahren bei Mobile Things!

Ich hielt es natürlich für einen Fehler und lud die Seite erneut- mit dem selben Ergebnis. Ich begebe mich also auf die Suche nach dem Auslöser, untersuche die Seite mit diversen Werkzeugen nach Malware. Das Ergebnis: Mobile Things ist so harmlos wie eine Biene ohne Stachel.

Alles andere hätte mich auch wirklich verwundert. Schließlich habe ich die Fehlerquelle gefunden. Es lag an dem Nachladen von Bildern von Getty Images. Getty ist eine weltweit tätige und absolut harmlose Bilderagentur. Also habe ich die „Gefahr“ als Fehlalarm an das Virenlabor von AVAST gesendet.

Und tatsächlich: Nach einigen Stunden war zumindest dieser Fehler behoben, ich wieder glücklich und Mobile Things offiziell „Gefahrenfrei“.

 

Das Ende vom Lied

Trotzdem nervte AVAST immer noch mit seinem Alarm beim Starten von diversen Programmen. Dies trieb mich in die Einstellungen von AVAST und da fand ich etwas Interessantes: Scheinbar sorgte der „Aggressive Modus“ (Ja, der heißt wirklich so) für die Fehler in den vergangenen Tagen.

Dieser „Aggressive Modus“ soll den Computer noch besser schützen. Und das tut er auch: Er blockiert nahezu alles, was nicht bei drei auf dem virtuellem Baum ist. So kann wirklich nichts passieren. Die Deaktivierung dieser Funktion half tatsächlich!

3 Kommentare

  1. Florian K. 18. November 2014
    • Florian K. 18. November 2014
    • Henrik Stamm 19. November 2014

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