14 Tage Ausland: ein erstaunliches Resumeé

14 wundervolle Tage in Schweden. Doch was passiert, wenn man einem derart Internetaktiven Menschen wie mir das Internet nach 300 MB abdreht? Wie sieht die Welt nach 14 Tagen aus? Wie viele Emails warten auf die Beantwortung? Lese meine Erkenntnisse hier.

Wie bereits angekündigt, geht es von nun an nach dem Urlaub wieder normal auf Mobile Things weiter. Doch 14 Tage nahezu offline sein zu müssen, dürfte doch hart sein, oder nicht?

 

300 MB? Ein Witz.

Während meines Auslandaufenthalts standen mir insgesamt 300 MB zur Verfügung. 150 MB pro Woche. Dafür musste ich gut 10€ berappen. Klingt wie ein schlechter Witz? Ist es nicht. Man könnte meinen, ich wäre durchgedreht- doch das Gegenteil war der Fall. Anstatt mein Volumenkontingent zu überziehen hatte ich am Ende ca. 100 MB übrig. Wie ich das geschafft habe?

Ganz einfach: ich hatte keine Zeit. Im Urlaub wollte ich mich so weit wie möglich von Google, Twitter, YouTube und co. trennen. Mir war selbstverständlich klar, dass es ohne Internet nicht gehen würde. Schon alleine die Beantwortung von Kommentaren sowie das Eintragen von Webseiten in meine Blogparade (Zeig‘ mir deinen Homescreen), zwangen mich förmlich dazu, ab und an das Internet anzuschalten.

300 MB sind im Grunde genommen ein Witz. Viele Webseiten Aufrufe schlucken alleine 1 – 2 MB. Aber ich habe es nie gemacht. Wieso? Weil die Geschwindigkeit zum kotzen war. Ich hatte weder Lust noch Zeit, Minutenlang auf Webseiten zu warten. Verbindungsabbrüche standen an der Tagesordnung. Hatte man vor zwei Sekunden noch Empfang, so sah die Sache kurze Zeit ganz anders aus. Sogar die Art, wie man das Smartphone in der Hand hielt, entschied über Erfolg oder Misserfolg.

Lediglich an einem Tag bin ich wirklich schwach geworden. Der Besuch eines originalen Ikeas brachte mir kostenloses Internet. Mir blieb Zeit, Updates und Emails herunterzuladen.

Alle diese Faktoren sorgten für einen auf das Minimum reduzierten Internetkonsum. Und der tat mir gut. Aber dazu später mehr.

 

Emails, Emails, Emails

Ich besitze etliche Emailkonten. Meine wichtigsten: meine privaten GMX- und Gmail-Konten. Dazu gesellen sich noch eine Emailadresse für den Blog sowie eine als Entwickler. Mir war bewusst, welche Flut an Nachrichten ich abzuarbeiten hatte.

Im Endeffekt war ich dennoch überrascht: zehn Emails waren bei meiner MobileThings-Adresse angekommen, neun bei meinem Entwickler-Konto, 53 bei meinem GMX-Konto und sage und Schreibe 156 EMails bei Gmail. Wow- das sind Zahlen. Insgesamt reden wir hier von 228 Emails- in 14 Tagen. Das sind 20 Emails am Tag.

Doch mit Emails ist es noch lange nicht getan. Auch kommen Benachrichtigungen von Spotify , Spiegel, Technikmagazinen, Statistiken, App-Updates und so weiter auf verschiedenen Wegen zu mir. Alleine bei Spotify und den App-Updates reden wir von rund 40 Benachrichtigungen. Wir erinnern uns: ich war nur 14 Tage weg.

Aber wie wichtig waren denn nun all die Emails und Benachrichtigungen? Gute Frage. Grob gesagt: nur 20% haben mich mehr als 5 Sekunden Aufmerksamkeit gekostet. Vieles war einfach nur Müll oder absolut unrelevant. Dennoch hatte ich eine ganze Zeit lang zu tun, bis ich alle Emails durchgearbeitet hatte. Emails von Amazon und Google+ wurden aufgrund der Masse sofort gelöscht; alles andere wurde jedoch besichtigt.

 

14 Tage Internetmangel tun gut

Was haben mir die 14 Tage überdeutlich gezeigt? Unter all den Nachrichten die täglich auf uns einfallen, sind nur die wenigsten wirklich wichtig. 400 Benachrichtigungen und Emails später dreht sich die Welt immer noch genau so schnell wie zuvor, Äpfel wachsen immer noch am Baum und der Blog steht auch noch. Einfach mal abschalten ist nicht schlimm. Man verpasst nichts. Und das ist auch gut so. Ein guter Urlaub braucht kein Internet.

6 Kommentare

  1. tommimh 4. August 2014
    • Henrik Stamm 4. August 2014
  2. Florian 16. August 2014
    • Henrik Stamm 16. August 2014
      • Florian 17. August 2014
        • Henrik Stamm 18. August 2014

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